Nachdem Mimi Welldirty mit ihrer famosen Graphic Novel „Immy And The City“ gerade auf dem Weg zur Leipziger Buchmesse ist, dachte ich, es sei an der Zeit, endlich das Portrait, das ich im Spätsommer letzten Jahres über sie geschrieben habe, auf diese Seite zu packen. Verbunden mit einem kategorischen Kaufbefehl. Es gibt übrigens noch eine zweite Portrait-Version, die ich auf Nachfrage gerne aus der Archivkiste hole.
Der Postbote trägt am 14. Juli 2009 schon wieder schwarz. Zumindest in Mimi Welldirtys Welt. Erneut überbringt er einen Brief, in dem ein Verlag Ästhetik und Texte ihres Bilderbuchs für Erwachsene, „Immy And The City“, würdigt und gleichzeitig mitteilt, dass der Titel „leider nicht ins Programm passt.“ Doch statt eine ganze Kanne Depresso herunter zu stürzen, das Mieslingsgetränk ihrer Antiheldin Immy, öffnet sie wie gewohnt das Notebook, traktiert trotzig die Tastatur und dokumentiert auch diese Absage mit einem Blogeintrag: „Es kommt ein bisschen Bewegung ins Spiel, auch wenn sich die Spielfiguren in die falsche Richtung bewegen.“ Was wie ein Misserfolg klingt, ist tatsächlich eher die organische Fortsetzung des Buch-Plots in der Realität, bei der die Blogbesucher mehr sind als Leser. Sie bilden eine Fühlgemeinschaft mit und rund um Immy. Denn „Immy And The City“ ist keine Erfolgsgeschichte, sondern, so der Untertitel, „Die traurigste Geschichte der Welt“. Autobiographisch noch dazu. Weiterlesen



